Patricia Rüesch

Biografie

Ich bin dipl. Naturheilpraktikerin mit den Schwerpunkten Tiefenimagination nach Prof. Dr. E.S. Gallegos, klassische Homöopathie und Atemtherapie. Es war ein inneres Bild, das mir schon während des Gymnasiums zeigte, dass ich einmal im Ausland studieren würde. Es traf tatsächlich so ein. Da es zu meiner Zeit noch kein fundiertes Studium für Naturheilkunde in der Schweiz gab, freute ich mich nach langem Suchen nach dem richtigen Beruf auf das Abenteuer Grossstadt jenseits der Grenze. So studierte und wohnte ich vier Jahre lang in München. 1990 zurückgekehrt in meine Heimat, begann ich als erste Homöopathie-Heilpraktikerin der Stadt Luzern meine eigene Praxis für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, welche ich seit rund 30 Jahren noch immer mit Herzblut betreibe. Mit meinen damals knackigen 27 Jahren fühlte ich mich sehr jung, den Herausforderungen dieser Praxis gewachsen zu sein (Wer oder was bin ich? Was bin ich nicht?) und so suchte ich den Psychotherapeuten Franz Biedermann auf. Während den Sitzungen bei ihm, die meist liegend und bei geschlossenen Augen auf einer Matte stattfanden, tauchten immer wieder spontan Tiere vor meinem geistigen Auge auf. Franz nannte sie „Krafttiere“. Ich spürte, dass diese sehr lebendigen geistigen Tiere in mir etwas bewegten, mich zum Lachen brachten und meine Stimmung und mein Wesen positiv beeinflussten. Franz schickte mich 1994 zum ersten in der Schweiz stattfindenden Workshop von Prof. E.S. Gallegos (USA), dem Gründer der Tiefenimagination (früher „The Personal Totem Pole Prozess“ genannt), bei dem ich auch meinen späteren Ausbildner Christian Lerch kennenlernte. Von da an liess mich die Kraft der inneren Bilder nicht mehr los. In meinen tiefsten Krisen waren es diese inneren Bilder, die Krafttiere, die mich schnell und zuverlässig wieder ins Lot brachten. Ich spürte, wie sie mich schützten und wie ich durch den Kontakt zu ihnen innerlich erstarkte und wuchs. Mehr und mehr nahm in meiner Praxis anstelle des anstrengenden Globuli-Suchens die Tiefenimagination den Raum ein. Ich merkte, dass das Innere eines jeden Menschen genau weiss, was an Heilung in ihm geschehen soll. Warum also dem Menschen etwas von aussen geben, wenn innen alles da ist, was er braucht? 2006 erschien im renommierten Kösel-Verlag mein erstes Sachbuch „Frage dein Krafttier“, das über unsere tiefe innere bildhafte Dimension und deren Heileffekt bei körperlichen und seelischen Beschwerden erzählt. Es ist bis heute auf dem Markt. Weitere Bücher und CDs folgten.

Hier könnte ich mit dem Erzählen aufhören, wäre da nicht noch eine aussergewöhnliche „Sache“ in meiner jungen Erwachsenenzeit gewesen: 1992 die Reise nach Albanien, dem damaligen Armenhaus Europas, und der Folge daraus. Inspiriert durch die Einfachheit des postkommunistischen Lebens blitzte in mir beim Anblick eines Spitalinnenhofs, in dem Patienten und deren Familienangehörige auf dem verdorrten Rasen herumsassen, der Gedanke auf, hier in diesem Land die klassische Homöopathie einzuführen. Es war eine absolute Klarheit in mir und ein Wissen, dass dies möglich sein wird. Zurück in der Schweiz lernte ich albanisch, um im Sommer darauf sechs Wochen lang in der Polyklinik des Aussenquartiers Kombinat Tekstil Patienten zu behandeln und eine Ärztegruppe für die Homöopathie zu gewinnen. So begannen fünf spannende, anstrengende, emotional intensive, riskante (Kriegszeit), aufreibende, beglückende Jahre für mich, in denen ich das Projekt „Aufbau der Homöopathie in Albanien“ leitete, mit dem Ergebnis, dass eine Gruppe albanischer ÄrztInnen ein Diplom erhielten, das dem Schweizerischen Diplom für Homöopathie für Ärzte gleichwertig ist. Zwei Homöopathie-Zentren in Tirana krönten das Projekt. Homöopathische Heilpraktikerinnen und ÄrztInnen aus Deutschland und der Schweiz unterrichteten abwechslungsweise diese ganzheitliche Methode. Auch während dieser Zeit wurde ich von meinen inneren Bildern spontan unterstützt. Sie zeigten mir auf, was in heiklen Phasen wesentlich ist und wiesen mich auch auf mein eigenes Wachstum hin, das während des Projekts in mir geschah. Das gab mir innere Sicherheit und nährte meine Freude.

Mein unermüdliches Engagement für Heilarbeit und Forschung verlagerte sich dank der Tiefenimagination mehr und mehr nach innen, auf die tiefe und ganzheitliche Heilung von mir selbst, und auf das Entdecken geistiger Welten – wie dem Leben nach dem Tod. Mein aktuelles Forschungsgebiet darüber, was in Müttern geschehen soll, damit sich ihr unerfüllter Kinderwunsch erfüllen kann und die Kinderseelen kommen wollen, bereiten mir ein gewisses Gesamtbild des Kreislaufs des Menschseins, von Geboren werden bis zum Sterben, dem Leben nach dem Tod, bis es von neuem zur Geburt kommt. Im Vordergrund steht dabei immer der Heilprozess eines jeden einzelnen und was dieser ganz konkret für sich selbst tun kann.